Mister Armwrestling wird 50

Von Christian Buchler, Wolfsburger Nachrichten vom 21.09.2013

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Die einen sagen, er ist ein „Macher“, andere nennen ihn einen „Selbstdarsteller“. Seine Freunde sagen, er ist beides – und meinen es positiv: Olaf Köppen. Auf jeden Fall ist er Wolfsburgs, vielleicht sogar Deutschlands Mister Armwrestling und feiert morgen seinen 50. Geburtstag.

Der wilde Köppen, der sich bis Anfang der 90er-Jahre in Kneipen und Discos mit Gleichgesinnten gern im Armdrücken maß, ist im Laufe der vergangenen 20 Jahre zu einem geschätzten Vorzeige-Armwrestler, Trainer und Verbandspräsidenten herangereift. „Er hat den Sport salonfähig gemacht“, sagt Bill Frank. Der langjährige Weggefährte Köppens beim VfL Wolfsburg lobt: „Ohne ihn wäre das deutsche Armwrestling nicht so weit gekommen.“

Mit der Spartengründung beim VfL vor 20 Jahren legte Köppen die Basis. „Der damalige Gewichtheben-Spartenleiter Arnulf Brückner sagte zu mir: ,Bring mir erst mal zehn Anmeldungen.’“, erzählt Köppen gern von den Anfängen. Doch der engagierte Kraftsportler ließ sich nicht abschrecken, fand zehn Mitstreiter.

„Schwierigkeiten geht Olaf nicht aus dem Weg“, sagt Vereinskollege Dirk Schenker über ihn, „wir müssen ihm danken für das, was er für unseren Sport leistet.“ Mittlerweile verstärkt auch als Trainer. Einer von Köppens Musterschülern ist Matthias Schlitte. Der sagt: „Olaf ist kameradschaftlich, nicht autoritär. Ich hoffe, dass er lange mit dem Einsatz weitermacht. Ohne ihn ist Armwrestling schwer vorstellbar.“

An einen Wettkampf Köppens erinnert sich Schlitte noch heute gern. „Bei der EM 2004 traf er in der Klasse Ü40 auf einen fast 80-jährigen Schmied aus Lettland und dachte, was will denn der Alte hier? Am Ende hatte er gegen den fast doppelt so alten Gegner nur knapp die Oberhand behalten“, erzählt Schlitte grinsend.

Bis zum Vize-Weltmeister hat es Köppen in seiner Karriere gebracht. Doch eine Frage ist bis heute für die Öffentlichkeit ungeklärt. Köppen oder Kumpel Frank – wer ist der Stärkere? „Wir beide wissen es. Aber wenn wir in einem Kampf gegeneinander antraten, boten wir den Zuschauern immer eine Show“, verrät Frank und hütet das Geheimnis eisern weiter. Nur so viel: „Olaf kann ein harter Hund sein, hat aber auch Herz.“

Und zum 50. Geburtstag wünschen ihm seine drei Freunde: „Ole, bleib’ so, wie Du bist!“

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